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Die finale
Phase des 5.000 Kilometer langen Race Across America ist angebrochen. Nach
siebeneinhalb Tagen im Sattel sind für Lukas Kaufmann, der einem sicheren
zweiten Platz entgegenfährt, die letzten 1.000 Kilometer angebrochen.
Zuletzt hat
der Oberösterreicher beim härtesten Radrennen der Welt die 42. von 53
Timestations in Blanchester/Ohio passiert. Unermüdlich radelt er Richtung West
Virgina, wo bald mit den Appalachen die letzte große Hürde vor dem Ziel in
Atlantic City folgt. Mit einem Abstand von rund 14 Stunden befindet er sich auf
einem sicheren zweiten Platz. Im Kampf um Platz drei kam es zu einem Umsturz:
Der in Innsbruck lebende Südtiroler Kurt Matzler hat durch arge Nackenprobleme
das Podium an den Schweizer Lionel Poggio abgeben müssen. Gute News gibt
es zu Lukas Gesundheitszustand von Teamarzt Dr. Jürgen Minar: "Seine
Nieren- und Elektrolytwerte nach Blutabnahmen sind wieder voll in der
Norm!"
Brenzlige
Situationen auf den US-Straßen
In den
vergangenen Tagen kam Lukas Kaufmann immer besser in Tritt, sagte auch Teamchef
Thomas Hölzl: "Die schwierigen Phasen in den ersten Tagen hat er sehr gut
weggesteckt. Wir haben zuletzt auch viel mit ihm über das mentale Tief geredet.
Er fährt jetzt wie ausgewechselt und hat endlich seinen Rhythmus gefunden. Bis
ganz vorne wird die restliche Distanz nicht mehr reichen. Aber es ist
unglaublich, welche mentale Stärke er bei diesem Rennen gezeigt hat. Er hat in
den ersten Tagen schon ans Aufhören gedacht, er hat sich aber durchgekämpft."
Heute erreicht er West Virginia und auch das neue Schlafmodell mit mehr
Schlafzeiten macht sich bezahlt, sagt Betreuer Martin Behrens: "Im
Vergleich zum Vorjahr, wo er deutlich weniger geschlafen hat, ist er viel
fitter im Kopf und motivierter. Die Landschaft hier ist ein Traum und erinnert
ihn sehr an zuhause. Was das Wetter betrifft, hat es unter Tags meist schwüle
30 Grad, zuletzt erwischte ihn auch Regen. Aber grundsätzlich ist nicht nur er
froh, dass das RAAM bald vorbei ist. Auch im Team macht sich Müdigkeit breit,
das Rennen geht bei allen auf die Substanz." Zwei heikle Momente erlebte
Lukas heute auch auf den US-Straßen: Zwei Autofahrer überfuhren Stopp-Tafeln,
zum Glück konnte Lukas immer gut reagieren!